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Das Falttor - was gut ist, kommt wieder Drucken

SchiebefaltoreDer Verschluß größerer Toröffnungen wurde bis in die 70er Jahre meistens durch den Einsatz von Falt- bzw. den „moderneren“ elektrisch betriebenen Rolltoren praktiziert.

Durch die Entwicklung des Sektionaltors, dessen Gewicht über Torsionsfedern ausgeglichen wurde, sowie mit der damit einhergehenden Möglichkeit der besseren Isolierung verdrängte dieses die bis dato bewährte Tortechnik immer weiter ins Abseits.

Bedingt durch Ölkrise und steigende Energiepreise mussten die schlecht isolierten Stahlfalttore mit ihren darüber hinaus gefährlichen Quetschstellen an den Flügelkanten immer häufiger dem Sektionaltor weichen.

Durch Adaption der im Sektionaltorbau verwendeten Profilsystemen in den Falttorbau in Verbindung mit hoch isolierenden Füllungen bei gleichzeitigem Einsatz von großvolumigen Gummi-Unfall-Schutzprofilen zwischen den Flügeln erlebt das Falttor eine Renaissance.

Einsatz in der Industrie

Schiebefalttore in der IndustrieIm Gegensatz zu den schweren, meist ganz geschlossenen Stahlfalttoren der Vergangenheit, bieten moderne Falttore natürliche Belichtung, filigrane Optik, einen hohen Wärmedämmwert sowie höchste Funktionalität. Dazu kommen geringer Platzbedarf an der Seite und im Sturz.
 
Einsatz bei Flugzeughallen

Flugplatz BreitscheidDurch die Aneinanderreihung von Flügeln sind dem Falttor theoretisch keine Grenzen in der Breite gesetzt. Lediglich die mit steigender Torfläche zunehmende Masse des Torblattes beschränkt die in der Praxis zu realisierende Größe.

Trotzdem erlauben unsere leichtlaufenden Rollapparate die Betätigung eines z.B. 20m breiten und 4 m hohen Tores. Mit dieser Größe deckt man bereits einen Großteil der in der Sportfliegerei benötigten Dimensionen ab. Die hier erforderliche Bodenführung, die in den Boden eingelassen wird ist für Sportflugzeuge ohne Probleme überfahrbar.

Auch hier bietet die Möglichkeit des in das Torblatt zu integrierenden Gehflügels einen Vorteil, da im Bedarfsfall nur ein Flügel bewegt werden muss.

Einsatz in Waschhallen

Speziell bei Waschhallen bietet das Falttor besondere Vorteile:

  • Kein Nachtropfen des Tores auf das gewaschene und getrocknete Fahrzeug
  • Keine Kollisionsgefahr Waschanlage/Tor
  • Einsatz von Doppelverglasung in Echtglas möglich und damit bessere Schallisolierung und Reinigungsmöglichkeit als bei Kunststoffglas
  • Antriebstechnik außerhalb der Waschhalle und somit nicht so störanfällig

Einsatz in Tiefgaragen

Auch in modernen Tiefgaragen tritt immer häufiger das Problem der zu geringen Sturzhöhe auf. Tiefgaragen werden aus Kostengründen immer niedriger und der zur Verfügung stehende Raum für die Tortechnik geht immer mehr gegen Null.

Hier stellt sich die Frage, ob es wirklich sinnvoll ist, Aussparungen in Betondecken zu gießen,
um eventuell ein Rollgitter unterzubringen oder das ganze Parkdeck 10cm höher zu bauen, damit ein Sektionaltor seinen Einschubweg findet.

Mit dem geringen Sturzbedarf und der Einsparmöglichkeit der gesetzlich vorgeschriebenen
Einzugsicherung in Form von innerer und äußerer Lichtschranke (die häufig Opfer von Vandalismus werden und damit zu Störungen der Toranlage führen) stellt das Falttor mit seinen vielfältigen Möglichkeiten der Füllungsgestaltung (Streckmetall-, Lochblech-, Stabgitterfüllung) eine willkommene Alternative zu den bisher zur Verfügung stehenden Tortypen dar.

Die einzige Vorraussetzung neben den oben genannten Mindestanschlägen ist ein ebener oder im Öffnungsbereich fallender Boden.

Ersatz von alten Toren

Beim Austausch von z.B. 30 Jahren alten Toren werden wir immer wieder mit beengten Einbausituationen konfrontiert, da das Sektionaltor bis dahin weitgehend unbekannt war und alle Architekten vom Platzbedarf eines Falttores ausgegangen sind.

Weiterhin stellen Kranbahnen häufig ein Hindernis für Sektionaltore dar, da die vorhandenen Platzverhältnisse den Einbau dieses Tortyps nicht erlauben.

Beispiel für Mindestplatzbedarf Falttor 90° öffnend, 4 Flügel
Linker/Rechter Anschlag: 110mm
Sturzbedarf: 190mm

vorher
vorher

nachher
nachher

Sondertor "MUSIKMUSCHEL INSEL JUIST"

Schiebefalttor MusikmuschelAlle Befestigungen wurden wegen der aggressiven Seeluft vorgebohrt und pulverbeschichtet.

Auch hier waren minimale Einbaumaße ausschlaggebend für den Einbau des Falttores. Weiterhin sollten keine störenden Führungsschienen den optischen Eindruck der Musik-Muschel im geöffneten Zustand stören.
Als gewollter Nebeneffekt dienen die geöffneten Faltflügel als Kanalisation des Schalls und verstärken so das architektonische Schallkonzept des Bauwerkes.

 

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